In der folgenden Tabelle sind Ereignisse und Fakten aufgeführt die eine Bedeutung für das Kölner Bier hatten und zum Teil noch haben.
 
Jahr / Zeitraum Ereignis / Faktotum
817 Auf dem Aachener Konzil wird Bier offiziell zum christlichen Heiltrunk erhoben und somit zum festen Bestandteil klösterlicher Nahrung. Dieses Ereignis begründet auch die Kultur der Klosterbrauereien. Und die hatten einiges zu tun, denn es stand jedem Klosterbruder täglich eine Ration von über 5 Litern Bier zu.
873 In einer Urkunde aus dem Jahr 873 wird zum ersten Mal Bier in Köln erwähnt. Es gibt aber Zweifel an der Echtheit der Urkunde. Dieses Datum gilt trotzdem als Geburtsstunde des Kölner Biers.
9. Jh. Entstehung des so genannten Gruit-Biers (Kräuterbier). Hopfen und Hefe waren noch unbekannt, man griff auf die verschiedenste Kräuter (z.B. Schafgarbe und Wacholder) zurück und verlies sich auf die „natürliche Luftgärung“ (die Gärung entstand durch die natürlich in der Luft vorkommenden Hefen, der Zusammenhang war damals noch nicht bekannt).
11. Jh. Aus Venedig wird eine Gabel mit 2 Zinken eingeführt, die man Gaffel nennt. Bei den Tischgesellschaften der Brauer wurden diese Gaffeln verwendet. Hiervon leitet sich auch der später für die politischen Zünfte verwendete Begriff der Gaffel ab
Anfang 12. Jh. Der Berufsstand des Brauers bildet sich heraus
1164 Erzbischof Rainald von Dassel, seines Zeichens Kanzler des Kaisers Barbarossa, sendet die Gebeine der "Heiligen Drei Könige" von Mailand nach Köln. Köln avancierte zum Wallfahrtsort und wegen der Bedeutung der Gebeine für die Stadt wurden die Kronen der "Heiligen Drei Könige" zu den elf Flammen ihres Stadtwappens hinzugefügt. Ohne die Gebeine hätte Köln wohl nie seine heutige Größe und Bedeutung erlangt.
1169 Wie beliebt das Bier in dieser Zeit schon war zeigt sich auch darin, dass der Familienname "Bierbauch" in Namenslisten um 1169 auftaucht.
1170 Der Kölner Brauer Ezelin (ezelinus bruere) wird namentlich im Grundbuch des Bezirks Niederich erwähnt. Dies ist die erste nachweisbare namentliche Erwähnung eines Kölner Brauers.
1195 Die erste Brauerin Kölns wird erwähnt. Der Mönch Caesarius von Heisterbach überlieferte, das eine selbstständige Brauerin für das Stift St. Aposteln am Neumarkt tätig war.
1212 Kaiser Otto IV. erlaubte der Stadt, einen Braupfennig zu erheben, was naturgemäß einigen Ärger zwischen Rat und Brauern hervorrief.
1238 Erzbischoff Conrad von Hochstaden erhielt von Kaiser Friedrich II. das Privileg, eine Biersteuer zu erheben. Die Kölner Stadtväter waren damit gar nicht einverstanden, begehrten auf und Albertus Magnus wurde als Vermittler angerufen. Sein Urteil, die Biersteuer sollte zehn Jahre lang je zur Hälfte der Stadt und dem Erzbischof zufallen, wurde von beiden Parteien akzeptiert.
1250 Die Zunft der Brauer bildet sich, in Köln gibt es ein Brauamt.
1252 Petrus von Mailand (ein dominikanischer Inquisitor aus Oberitalien, den sich die Brauer später als Schutzpatron erkoren) wird von Waldensern erschlagen. Es verfolgte die Sekte der Waldenser leidenschaftlich und weiß Gott nicht zimperlich und bekam die Quittung. Er wird auch gern als „Opfer seines Glaubens“ bezeichnet und wurde so folgerichtig bereits 1 Jahr später heilig gesprochen.
1259 Der Kölner Erzbischof Konrad von Hochstaden ernennt 2 Kölner Brauer, Bodo und Johann von Rile, zu Schöffen am Kölner Hochgericht.
13. Jh. Die Macht der Kirche endet in Köln nach blutigen Freiheitskämpfen. Die Erzbischöfe verlegten ihren Sitz nach Bonn, die Patrizier übernehmen die Herrschaft in Köln.
1276 Erwähnung des Brauhauses „Zur Griechenpforte“.
1277 Erwähnung der „Brauerei des Theodor de Sligen in der Herzogstraße“.
1285 Die erste schriftlich erwähnte eines Kölner Brauers, nämlich eines gewissen Henricus Medebruwer.
1302 Das Brauhaus „Zum Leisten“, an dessen Stelle später die Gaffel-Brauerei errichtet wurde, wird erwähnt.
14. Jh. In Köln existieren sechs Kölster, die im Besitz der Braurechte waren: St. Agatha, Die weißen Frauen am Blaubach, St. Mauritius, Mariengarten, St. Maximin und das Machabäerkloster.
1357 Die Sage der Richmodis von Anducht bezieht sich auf dieses Jahr. Von eben dieser Richmodis ist auch der Name der gleichnamigen Kölschsorte abgeleitet (» Richmodis Kölsch).
1385 Das Brauhaus „Zum schwarzen Bären“, der Vorläufer der Kurfürsten-Brauerei wird erwähnt.
1387 In England und Westeuropa wir Hoppebier (Hopfenbier) hergestellt.
1396 Die Kölner Brauer schließen sich zu einer Gaffel (eine von insgesamt 22 politischen Zünften) zusammen.
 
Die Patrizier werden gestürzt und die Gaffeln übernehmen die Macht in Köln. Sie verfassen die erste halbwegs demokratische Verfassung in Deutschland.
 
Das Jahr 1396 gilt als offizielles Gründungsdatum der Petrus von Mailand-Bruderschaft der Brauer. In Wirklichkeit existierte die Bruderschaft aber bereits seit 1254.
1408 Der erste Gebrauch von Hopfen zum Zweck des Bierbrauens in Köln kann durch eine Urkunde aus dem Jahr 1408 nachgewiesen werden.
1412 Der Rat der Stadt Köln und seine 44 Gaffel-Mitglieder erlassen einen offiziellen Ratsbeschluss, der vorschreibt, dass für Hopfenbier nur Gerstenmalz verwendet werden darf. Ebenfalls wird das Verhältnis von Malz zum Endprodukt Bier festgelegt. Die Kölner weisen gerne daraufhin, dass dieses „Reinheitsgebot“ schon über 100 Jahre vor dem immer offiziell angeführten Reinheitsgebot des bayrischen Herzog Wilhelm IV vom 23.04.1516 festgeschrieben wurde.
 
Es gibt 21 Brauereien in Köln.
1429 Der Rat der Stadt Köln erlässt, 87 Jahre vor dem allgemein bekannten Erlass von Wilhelm dem IV. Herzog von Bayern, ein Reinheitsgebot für Bier. Nicht nur die Zutaten wurden geregelt, sondern auch die Mengenanteile.
1430 In Köln beginnt die Produktion von Keutebier (Gelbbier mit Weizen als Basis).
1445 Die Brauerei an der Johannisstraße 40-42, der Vorläufer der Schreckenskammer, wird zum ersten Mal als "Brauhaus auf der Goldgassen" erwähnt (» Schreckenskammer Kölsch).
1461 Die Kölner Brauerzunft pachtet von der Stadt die Gruitgerechtigkeit.
1471 Die Keutebier-Brauer werden in die Brauer-Zunft integriert. Nachdem die Bedeutung des Hopfenbiers immer weiter zunahm (es gab mittlerweile mehr Keute- als Gruit-Brauer), kam die Brauer-Zunft um diesen Schritt nicht mehr herum.
1476 Laut Biersteuerliste der Stadt Köln gibt 45 Brauereien.
15. Jh. Auswärtige Biererzeuger machen den Kölner Brauern Konkurrenz. Es wird versucht, die Einfuhrverbote zu umgehen, Deutz und Mühlheim entwickeln sich zu Zentren des Schwarzhandels.
 
Zum ersten Mal wird auch Hopfen von den Kölner Brauern verwendet. Die Kölner Bevölkerung akzeptiert diese, „Keutebier“ genannte Variante. Daneben gibt es noch das ebenfalls mit Hopfen gebraute Hoppebier.
Ende 15. Jh. Der Hopfen gewinnt die Oberhand. 41 Keute-Brauern (also Hopfenbrauern) stehen nur noch 18 „klassische“ Gruit- oder Dünnbierbrauer gegenüber.
1505 Im Jahre 1505 besuchte Kaiser Maximilian I. (damals noch römischer König, Kaiser wurde er erst 1508) einen Reichstag in Köln. Zu Pferde ritt er durch die Stadt, Ziel war das Festbankett des Bürgermeisters, an dem der Adel und ausgewählte Persönlichkeiten teilnahmen. Bevor er das Ziel erreichte, wurde er von einem Starkregen überrascht und flüchtete in das Zunfthaus der Brauer-Gaffel. Die Brauer erkannten die Gunst der Stunde und bewirteten Maximilian spontan mit Speis und Trank. Diesem schien es zu gefallen, den er blieb ganze 9 Stunden und lies das Festbankett sausen.
Dies ist mehr oder weniger historisch belegt. Sicher belegt ist aber, dass Maximilian I. zurückgekehrt nach Augsburg 2 Fass Kölner Bier orderte. Bier und Frachtkosten zahlte die Stadt Köln.
Anfang 16. Jh. Das Hopfen-Bier setzt als alleinige Biersorte in Köln durch.
16. Jh. In Köln wird zum ersten Mal untergäriges Bier gebraut.
1516 Das Reinheitsgebot für deutsches Bier wird geboren. Wilhelm der IV. Herzog von Bayern bestimmt, das Bier nur aus den Rohstoffen Malz, Hopfen, Hefe und Wasser hergestellt werden darf.
1543 Der Kölner Rat setzt Hermann von Weinsberg als amtlichen Bierprüfer ein.
1555 Der Kölner Rat übernimmt das Braumonopol. Es darf nur noch im städtischen Brauhaus unter amtlicher Aufsicht gebraut werden. Hintergrund hierfür ist mal wieder das Geld. Man verspricht sich steigende Steuereinnahmen und eine bessere Kontrolle über das Brauwesen.
17. März 1556 Der Kölner Rat erlässt eine Verfügung, wonach die so genannten Heckwirte nur einmal jährlich brauen durften. Der Hintergrund hierfür war folgender: Mit Einschränkungen war es jedem erlaubt, für seinen Eigenbedarf zu brauen. Dies wurde natürlich reichlich genutzt, und der illegale Verkauf nahm zum Schaden der offiziellen Brauer überhand. Mit dieser Verfügung wurden die Möglichkeiten der Heck- oder Huckenwirte genannten Schwarzbrauer eingeschränkt.
1572 Die Malzmühle auf dem Malzbüchel wird erbaut (» Mühlen Kölsch)
1589 Erwähnung des Brauhauses „Em Baat“.
1603 Verbot der untergärigen Brauweise durch den Rat der Stadt Köln in Übereinkunft mit dem Braumt.
1610 Ein Brauer, Peter Oeckhoven, wird 1610 Bürgermeister.
1690 Die Kölner übertreiben es mit ihrem Reinheitsgebot. Nun wird sogar das Brauen von untergärigem Bier verboten.
1755 Die Römer-Brauerei in Bergheim-Thorr wird gegründet (» Römer Kölsch).
1798 Es gibt 90 Brauereien in Köln.
1798/99 Die Franzosen übernehmen die Macht in Köln. Für die Kölner Brauer hat dies weit reichende Auswirkungen. Ab sofort herrscht Gewerbefreiheit, die Zünfte werden abgeschafft. Vor der Auflösung zählte die Brauer-Gaffel hatte damals 110 Mitglieder von denen 70 aktive Braumeister waren.
ab 1800 Die Produktion von obergärigem Steckenalt beginnt im Rheinland.
 
In Köln wird Weiß („trübes Kölsch“) produziert.
1800 In Köln gibt es ca. 70 Braustätten.
1805 Der Vorläufer der Sester-Brauerei wird gegründet (» Sester Kölsch).
1822 In Köln gibt es 109 Braubetriebe.
1826 Die Brauerei Lüpges in Königshoven wird gegründet (» Lüpges Kölsch).
1828 Die Alexianer-Anstalts-Brauerei (Klosterbrauerei) wird gegründet und in das Brauereiregister eingetragen. Produziert wurde bis 1901.
1830 Die älteste, heute noch existierende Brauerei, die Brauerei Sünner, wird gegründet (» Sünner Kölsch).
ca. 1830 Der bayrische Unternehmer Rothschild gründet in der Severinstraße eine Brauerei für untergärige Brauart. Der Versuch schlägt aber fehlt, nach nur 6 Jahren wird die Brauerei in eine Zuckerfabrik umgewandelt.
Diese Informationen stammen aus der Rede des Historikers Dr. Joseph Klersch im Jahr 1946 zur 550-Jahrfeier der Kölner Brauer. Etwas befremdlich wirkt, dass vom bayrischen Juden Rothschild die Rede ist. Wäre Rothschild ein Christ gewesen wäre wohl kaum vom bayrischen Christen Rothschild die Rede gewesen.
1831 Die Brauerei „Im Kaiser“ wird gegründet (» Kaiser Kölsch).
1835 Es gibt 113 Brauereien in Köln, produziert werden jährlich 120.000 hl.
1839 Der Vorläufer der Brauerei Schopen wird gegründet (» Severins Kölsch).
1840 Auf dem Perlenpfuhl 15 wird die erste bayrische Bierstube gegründet. Das Bier wird aus Bayern per Schiff über Main und Rhein antransportiert. In den folgenden Jahren wird immer mehr Bier „importiert“, dies äußert sich auch in einem absinken der Kölner Bierproduktion auf Grund der Konkurrenzsituation.
ab 1840 In Niedermendig (Eifel) entsteht ein Brauereizentrum, welches bis 1870 auf 25 Brauereien anwächst. Durch die durch unterirdische Steinbrüche entstandenen Felsenkeller ist man in der Lage ohne künstliche Eiskühlung untergärige Biere zu brauen und zu lagern. Nach der Erfindung der Eismaschine um1875 verliert Niedermendig seinen Standortvorteil und die meisten Brauereien schließen wieder.
1846 Es gibt 125 Brauereien in Köln.
26. November 1847 Die Monheimer Brauerei Peters wird gegründet (» Peters Kölsch).
1849 Es werden jährlich 86.000 hl Bier in Köln produziert (im Vergleich zur Produktion von 22.529.000 hl in ganz Deutschland ein sehr bescheidener Wert)
1850 In Köln gibt es 150 Braustätten, davon 1 Großbrauerei.
ca. 1850 Die eingeführte Kellerkühlung verhilft dem untergärigen Bier zum Durchbruch. In eisarmen Wintern wurde das hierfür benötige Eis per Schiff aus Norwegen importiert.
1852 In Brühl wird zum ersten Mal eine Brauerei urkundlich erwähnt, aus der später die Giesler-Brauerei entsteht (» Giesler Kölsch).
8.9.1857 Umbenennung der Stadtgemeinde, des Stadtkreises und des Regierungsbezirks Köln in Cöln.
1858 Es gibt in Köln nur eine untergärige Großbrauerei, die Ehemann’sche Brauerei in der Thürmchengasse.
1859 Die Brauerei Sünner wird von Deutz nach Kalk verlegt. Mit dieser Verlegung beginnt der Wandel von einer Hausbrauerei zur Großbrauerei.
1861 In Köln gibt es 123 Braubetriebe.
10. Oktober 1864 Die Germania-Brauerei in Bonn-Hersel wird gegründet (» Germania Kölsch).
1865 Die Kölner exportieren 10.263 hl Bier nach Belgien und Holland.
1869 Der Vorläufer der Gilden-Brauerei wird gegründet (» Gilden Kölsch).
1870 Es gibt 135 Braustätten in Köln (fast ausschließlich handwerkliche, obergärige Brauereien). Dies ist der absolute Höchststand, ab hier ging es mit der Anzahl der Brauereien bergab. Produziert werden 160.000 hl.
 
Die ersten Malzfabriken entstehen (bisher wurde ausschließlich in den Brauereien selber gemälzt). Der Höchststand wird 1896 mit 15Malzfabriken erreicht.
1871 In Frankfurt am Main wird der "Deutsche Brauer-Verband" gegründet, der hauptsächlich die Interessen der großen industriell betriebenen Brauereien vertritt.
1873 Linde erfindet die Kühlmaschine und ebnet so denn Weg zum industriellen Brauen.
1874 Die Rheinische Brauereigesellschaft an der Alteburg wird gegründet.
1875 In Köln gibt es 110 Hausbrauereien.
 
Die ersten Bierflaschen kommen auf den Markt.
 
Aus Barmen heraus wird die erste Eisfabrik in Köln gegründet.
 
Der Berliner Karl Dietrich erfindet den den Bügelverschluss mit Porzellan-Kappe und Gummi-Dichtung.
1878 Die Feldschlösschen-Brauerei von Hennig & Naumann in Nippes wird gegründet.
4. Dezember 1879 Die Brauerei Metzmacher wird gegründet (» Rats Kölsch).
1879 In Erftstadt-Lechenich wird die Landbrauerei „Deutsches Brauhaus“ gegründet. Sie ist der Vorläufer der Ganser-Brauerei (» Ganser Kölsch).
1880 Der „Allgemeinen deutschen Brauer-Verband“ wird gegründet. Er vertritt überwiegend die kleinen Hausbrauereien. 1893 trat der Verband den "Freien Gewerkschaften“ bei.
 
In Mitteleuropa kommen die Sorten Pils, Export, Lager und Bockbier auf.
1883 Die älteste heute noch existierende Hausbrauerei, die Hausbrauerei Päffgen, wird von Hermann Päffgen gegründet (» Päffgen Kölsch).
1885 Es gibt 89 Hausbrauereien in Köln.
um 1885 Die richtige Form der Kellerkühlung für die obergärigen Brauereien wird entdeckt. Nachdem sich die von den untergärigen Betrieben angewandten Verfahren als unbrauchbar erwiesen hatten, da die durch sie erzeugte Abkühlung der Keller für die Obergärung viel zu stark war, kam man darauf, unter der Kellerdecke Schalen anzubringen, die nach Bedarf mit Eis gefüllt werden konnten und die richtige Temperatur ergaben. Dadurch erhielten nun auch die obergärigen Brauereien die Möglichkeit, das ganze Jahr hindurch zu brauen. Dies führte zu einer erheblichen Senkung der Herstellungskosten.
1888 Die Kalker Brauerei AG, vormals Jos. Bardenheuer wird gegründet
1890 Die Konzessionspflicht für Gaststätten wird eingeführt. Auch die Öffnungszeiten werden eingeschränkt.
 
Die Brauerei Winter verlagert den Braubetrieb von der Schildergasse nach Lindenthal. Im Zuge dessen wird die Braukapazität massiv erweitert.
 
In Deutschland gibt es 18.492 Brauereien (1913: 10.388, 1924: 4921, 2007: 1302 (davon 844 mit weniger als 5.000 hl Jahresaustoss)).
1. Mai 1890 Die Konzessionspflicht für Gaststätten wird eingeführt. Auch die Öffnungszeiten werden eingeschränkt.
1892 Angeblich wird in der Vorgängerbrauerei von Garde das erste Kölsch gebraut.
1893 Zum ersten Mal streiken die Kölner Brauerei-Arbeiter. Als Gegenreaktion gründen die Kölner Brauereien den „Verein der Brauereien von Köln und Umgebung gegen Verrufserklärung e.V.
4. September 1894 Die „Obergärige Brauerei Heinrich Reissdorf, Cöln“ wird gegründet (» Reissdorf Kölsch).
1894 Durch die Übernahme zweier Hausbrauereien wird der Grundstein für die spätere Dom Brauerei (» Dom Kölsch) gelegt.
1895 In Köln gibt es nur noch 67 Hausbrauereien. Immer mehr dieser kleinen Brauereien fallen dem Erfolg der großen, industriellen Aktienbrauereien die untergäriges Bier produzieren zum Opfer.
1899 Die Germania-Brauerei in Mülheim wird gegründet.
19. Jh. Der Vorläufer des Kölsch, das trübe und unfiltrierte Wiess wird gebraut.
Ende 19. Jh. Der Pro-Kopf-Verbrauch an Bier liegt in Köln mit über 200 Liter weit über dem Reichsdurchschnitt.
1900 In Köln gibt es noch 55 Hausbrauereien, denen von 15 industriellen Großbrauereien Konkurrenz gemacht wird.
 
Es werden ca. 531.000 hl Bier produziert( ganz Deutschland: 66.605.000 hl). Die Verdreifachung der Produktion seit 1870 ist auf die Entstehung der untergärigen Großbrauereien zurückzuführen. Die Menge des eingeführten auswärtigen Bier beträgt 278.000 hl.
 
Die Hirsch-Brauerei wird gegründet.
18. April 1900 Die "Adler Brauerei GmbH", der Vorläufer der Erzquell-Brauerei, wird in Bielstein gegründet (» Zunft Kölsch).
ca. 1900 Die Gerresheimer Glashütte gründet in Berlin eine Flaschen-Fabrik, in der automatisiert 140 Mio. Bierflaschen pro Jahr produziert. Die immer preiswerter werdenden maschinell gefertigten Flaschen führten zu einer enormen Steigerung des Bier-Konsums, nachdem sich die Verbraucher an das Flaschenpfand gewöhnt hatten.
ab1900 filtriertes Weiß kommt auf den Markt („Echt Kölsch Kristall")
1904 Der erste Tarifvertrag für Brauereibeschäftigte in Köln wird abgeschlossen.
 
Peter Josef Früh gründet den Cölner Hofbräu (» Früh Kölsch).
1905 Die Barbarossa Brauerei wird gegründet (» Creischer Kölsch).
1906 Die preußische Biersteuer wird erlassen.
 
Das 1516 in Bayern eingeführte Reinheitsgebot wird in Köln 1906 für untergärige Biere verbindlich
1907 Die Zahl der Brauereien ist auf 57 gesunken (Gesamtbelegschaft: 741 Personen).
 
Der Bierverbrauch in Köln betrug im Jahr 1907 durchschnittlich 175 Liter pro Kopf, das waren 50 Liter mehr als der Reichsdurchschnitt. Dieser Bedarf wurde durch Eigenproduktion (530.000 hl) nicht gedeckt, ca. 280.000 hl mussten importiert werden.
1908 Die Balsam-Brauerei AG in Mülheim wird gegründet.
1909 Der "Verein der Brauereien von Köln und Umgegend e. V." wird gegründet. Dieser Verein war der Vorläufer des Kölner Brauerei-Verbandes.
1912 Die Brauerei „Zur Malzmühle“ wird gegründet. Die Ursprünge der Brauerei reichen allerdings bis in Jahr 1818 zurück (» Mühlen Kölsch).
 
Ins gleiche Jahr reichen auch die Wurzeln der Brauerei Sion. Jean Sion übernahm von eben dem Joseph Schwartz der im selben Jahr die Malzmühle gründete, die Dombrauerei (» Sion Kölsch).
 
Es gibt wieder 71 Brauereien in Köln.
1913 Es gibt 70 Braustätten in Köln, davon 8 untergärige Großbrauereien. Der Bierausstoß beträgt 635.000 hl (235.000 hl davon von den Hausbrauereien). Der Anteil obergäriger Biere in Köln beträgt 41%. Die Steigerung bezogen auf 1900 ist aber hauptsächlich auf die Eingemeindung von Kalk und Mülheim zurückzuführen. Die Menge des eingeführten auswärtigen Bier beträgt 279.000 hl.
 
Die 544.000 Einwohner von Köln konsumieren jährlich 839.000 hl. Das entspricht einem pro Kopf Verbrauch von 154 Liter!
 
Die Brauerei „Em Kölsche Boor“ wird von Peter Baums gegründet (» Baums Ur-Kölsch).
1914 Es gibt 53 Hausbrauereien in Köln, es wird ca. 700.000 hl Bier produziert.
1917 Die Braugerste wird weiter rationiert. Die Kölner Brauereien bekommen noch 10% der Vorkriegsmenge zugeteilt. Die Folge: Das Bier wird immer dünner.
1918 Die Brauerei Sünner wirbt nachweisbar mit dem Begriff Kölsch für ihr helles obergäriges Bier. Produziert wird dieses schon seit 1906.
 
In der Hahnenstraße wird das Brauhaus „Hahnenbräu“ gegründet (» Hahnen-Bräu Kölsch)
1920 Dada in der Brauerei Winter (» Richmodis Kölsch). Der dadaistische Höhepunkt in Köln findet im Lichthof der Brauerei Winter statt. Max Ernst und J. Th. Baargeld präsentieren ihre Objekte in einer zeitweise polizeilich verbotenen Ausstellung im Hinterhof, die nur über die Herrentoilette zu erreichen ist. Zuvor waren sie von der juryfreien Ausstellung der Arbeitsgemeinschaft Kölner Künstler im Kunstgewerbemuseum ausgeschlossen worden.
10.4.1920 Umbenennung der Stadtgemeinde, des Stadtkreises und des Regierungsbezirks Cöln in Köln.
1922 Der Anteil obergäriger Biere in Köln beträgt nur noch 6,7% (28.000 hl) . Der Gesamtbierausstoß liegt bei 421.000 hl.
1923 Es gibt 22 Hausbrauereien in Köln.
1924 Es gibt 34 Braustätten in Köln, davon 10 untergärige Großbrauereien.
1933 Im Kölner Stadtgebiet gibt es 41 Brauereien (Gesamtbelegschaft: 919 Personen).
1934 Der 1909 gegründete "Verein der Brauereien von Köln und Umgegend e. V." wird in „Kölner Brauerei-Verband e. V.“ umbenannt, aber noch im selben Jahr im Zuge der nationalsozialistischen Wirtschaftsordnung aufgelöst.
1935 ca. die Hälfte des Kölner Bierkonsums wird durch auswärtiges Bier gedeckt, obwohl die Braukapazitäten in Köln nicht ausgelastet sind.
1936 Die Brauerei Reissdorf füllt als erste Brauerei in Köln Kölsch in Flaschen ab.
1938 Die Hubertus-Brauerei entsteht durch die Umbenennung der Union-Brauerei. Ihre Ursprünge reichen aber zurück bis in Jahr 1676, in dem das Brauhaus „Zum goldenen Bär“ erbaut wurde (» Gereons Kölsch).
 
Im Kölner Telefonbuch stehen 33 Brauereien.
kurz nach dem 2ten WK Da keine Brau-Hefe den Krieg überlebt hatte wurde kurz nach dem Krieg wurde Brauhefe von der Carlsberg Brauerei in Kopenhagen besorgt. Mit dieser dänischen Hefe wurde das erste Nachkriegs-Bier gebraut (allerdings wurde von der ein oder anderen Brauerei aus der Not heraus auch mit normaler Backhefe gebraut).
15.7.1945 Die Brauerei Reissdorf braut als erste Kölner Brauerei nach dem 2ten Weltkrieg wieder.
1946 Es gibt offiziell (laut dem ersten amtlichen Nachkriegstelefonbuch (Official Telephone Directory) vom 15.01.1946) noch ganze 3 Brauereien in Köln. Dies sind die Dom-Brauerei Carl Funke AG in Bayenthal, die Obergärige Brauerei in der Gaffel auf dem Eigelstein sowie die Brauerei Ernst Sünner in Junkersdorf. Die letztgenannte Brauerei gibt allerdings Rätsel auf, das Telefonbuch scheint die einzige Quelle zu sein, in der die Brauerei Ernst Sünner erwähnt wird.
 
Der Kölner Brauerei-Verband e.V. wird neu gegründet.
1947 Es gibt schon wieder 13 Brauereien, die allerdings immer noch unter dem Rohstoffmangel zu leiden haben.
1. April 1949 Der Deutsche Brauer-Bund nimmt seine Arbeit wieder auf.
1950 Die Kurfürsten-Bräu AG wird gegründet (» Kurfürsten Kölsch).
1955 Das Glas Kölsch (damals noch in der 0,25l Stange) kostet 30 Pfennig.
Juli 1955 Rats Kölsch kommt auf den Markt.
50er Jahre In Köln wird überwiegend untergäriges Bier gebraut. Erst in den 60er Jahren erobert das Kölsch seine Vormachtstellung in Köln.
1957 Die Kölschproduktion beträgt 210.200 hl.
1959 Die Kölschproduktion beträgt 292.600 hl.
1960 Die Kölschproduktion beträgt ca. 366.000 hl (35% der Kölner Bierproduktion). Der Aufwärtstrend des Kölsch setzt ein.
 
Der Fassbieranteil des Kölsch beträgt noch ca. 94%, d.h. Kölsch in Flaschen gibt es fast nicht. Die Verbreitung des Kölsch wird noch etwas gebremst, da viele Gaststätten noch exklusiv an nur eine Pilsmarke gebunden sind.
Anfang der 60er Jahre Die Hubertus-Brauerei füllt als erste Brauerei Kölsch in Flaschen ab. Bis dahin war dies auf Grund der geringen Haltbarkeit des „alten“ Kölsch nicht möglich.
1961 Die Brauerei Bischoff wird gegründet (» Bischoff Kölsch).
 
Die Kölschproduktion beträgt 477.300 hl.
20. Mai 1962 Küppers Kölsch kommt auf den Markt. Gebraut wurde es bis 1964 allerdings noch als Lohnsud bei Früh.
1963 Das Kölner Landgericht stellt fest, dass Kölsch nicht nur den Biertyp, sondern auch das Herkunftsgebiet ausweist.
 
Die Kölschproduktion beträgt 656.700 hl.
 
1963 gibt es die folgenden 17 Hausbrauereien: das Haus Töller, das Brauhaus "Barbarossa", das Brauhaus Gatzweiler, das Brauhaus "Zur Malzmühle", die Brauerei Gebrüder Päffgen, das Brauhaus Sion, den Cölner Hofbräu P. Jos. Früh, das Brauhaus "Em kölsche Boor", das Brauhaus "In der Gaffel", das Brauhaus "Mohr-Baedorf", das Brauhaus "Schmitze Lang", die "Schreckenskammer", das Brauhaus "Zum Klausner", das Brauhaus "Em Hahnenbräu", die "Gildenhaus-Stube", das Brauhaus "Zum echten Münsterländer" und das Brauhaus "Im St. Peter".
1964 Küppers startet die erste „Kölsch-Herkunftsklage“. Opfer ist die Kurfürsten Brauerei aus Bonn. Sie darf zwar weiterhin Kölsch produzieren, muss aber die Aufschrift „aus Bonn“ überkleben.
1967 Im Absatz-Ranking der Top 100 Brauereien tauchen nur 3 Kölner Brauereien auf, und diese auf abgeschlagenen Plätzen. Es sind dies die "Stern-Brauerei Carl Funke AG (Rang 26 mit 550.000 hl), die "Dom-Brauerei Carl Funke (Rang 89 mit 190.000 hl) sowie die "Brauerei in der Gaffel" (Rang 98 mit 165.000 hl) .
1970 Der Gesamtausstoß an Bier beträgt 2,154 Millionen hl. Der Anteil an Kölsch beträgt schon ca. 75%.
 
Der Fassbieranteil des Kölsch liegt bei ca. 82%.
1974 Die Carl Funke Unternehmensgruppe wird von der englischen Gruppe Watney Man übernommen, an der die Guiness-Konzern beteiligt ist. Auf diese Weise erfolgte der erste Einstieg einer ausländischen Gruppe in den Kölsch-Markt. 1988 wurde die Funke-Gruppe aber wieder nach Deutschland verkauft.
1975 Kurfürsten Kölsch und Giesler Kölsch werden von der DLG prämiert.
18. Mai 1979 Die Garde Brauerei, bzw. das „Brauhaus zur Garde“ wird gegründet (» Garde Kölsch).
1980 Die Kölschproduktion beträgt ca. 3,7 Millionen hl.
1983 Der Bierausstoß beträgt 4,162 Mio. hl, der Anteil des Kölsch beträgt 92%. Der Fassbieranteil des Kölsch beträgt 46%. Der Anteil von Kölsch in Dosen beträgt nur 3%, der in Einwegflaschen 4%.
1984 Der Kölner Brauerei Verband zählt 25 Mitglieder (2 Hausbrauereien, 9 Kölsch-Spezialbrauereien und 14 Sortimentsbrauereien).
1985 Der Entwurf der Kölsch-Konvention wird im Bundesanzeiger veröffentlicht, anderen Verbänden zur Prüfung vorgelegt und schließlich einwandslos angenommen.
6. März 1986 Die Kölner Brauer unterzeichnen die Kölsch-Konvention, eine freiwillige Übereinkunft in der festgeschrieben wird, was sich Kölsch nennen darf und wer Kölsch brauen darf (» Die Kölsch-Konvention).
1988 Die Römer-Brauerei wird geschlossen. Römer-Kölsch wird aber weiterhin produziert (als Dosenbier bei Aldi), zuerst bei Sester und aktuell bei Brau und Brunnen in Mühlheim.
 
Der Braugigant „Brau und Brunnen“ wird gegründet. Im Kölsch-Ableger „Kölner Verbund“ sind mittlerweile 8 zusammengekaufte Kölschmarken (Gilden, Küppers, Sion, Sester, Kurfürsten Maximilian, Kurfürsten, Römer und Germania) zusammengefasst.
1991 Lecker! Kölsch kommt auf den Markt (» Lecker! Kölsch).
 
Die ersten alkoholfreien Kölsch kommen auf den Markt.
1992 Die Brauerei Hintermeier aus Frechen bringt das Bartmanns Kölsch auf den Markt.
1993 Die Kurfürsten-Brauerei aus Bonn wird geschlossen (» Kurfürsten Kölsch).
1994 Die Brauerei Metzmacher (» Rats Kölsch) wird von der Dom-Brauerei übernommen.
 
Die Gaffel-Brauerei scheitert mit ihrem Versuch, eine modernisierte (leicht flötenförmige) Abart der Kölschstange auf den Markt zu bringen. Nach lautstarken Protesten unter Berufung auf die Kölsch Konvention muss diese wieder vom Markt genommen werden.
1995 Die Hubertus-Brauerei wird geschlossen und die Gebäude abgerissen (» Gereons Kölsch).
1. Januar 1996 Die Produktion von Schöffen Kölsch wird eingestellt (» Schöffen Kölsch).
29. Januar 1996 Die Kölsch-Konvention vom Bundeskartellamt anerkannt.
1996 Die Stadt Köln feiert die 600-Jahrfeier der Unterzeichnung des Verbundbriefes aus dem Jahr 1396.
 
Parallel dazu feiern die Kölner-Brauer das 600-jährige Bestehen der St. Peter von Mailand Bruderschaft.
1997 Kölsch wird von der EU in den Kreis der geschützten regionalen Spezialitäten aufgenommen und genießt damit den gleichen Markenschutz wie z.B. Champagner oder Cognac.
1998 Die Brauerei Giesler wird von der Dom-Brauerei übernommen (» Giesler Kölsch).
1999 Die Kölschproduktion beträgt 2,77 Millionen hl. Das entspricht einem Bier-Marktanteil von 35,6% im Regierungsbezirk Köln.
19. Juni 1999 Das Brauhaus zur Malzmühle erhält überraschend Besuch von US-Präsident Clinton, der sich im Rahmen des G8 Gipfels in Köln aufhielt.
2000 Die Ganser-Brauerei wird geschlossen. Ganser-Kölsch wird weiterhin als Lohnsud bei Brau und Brunnen in Mühlheim produziert.
 
Die Garde-Brauerei wird ebenfalls Ende des Jahres geschlossen. Garde Kölsch wird dann als Lohnsud bei Richmodis (gehört zu Gaffel) in Porz hergestellt.
1. Februar 2001 Es geht auch anders. Entgegen dem allgemeinen Trend des Kölschmarkensterbens nimmt die Bischoff'sche Brauerei aus Brühl-Vochem die Produktion des Bischoff Kölsch wieder auf. Das 1961 zum ersten Mal gebraute Kölsch gab es schon seit über 30 Jahren nicht mehr. Die Produktion wurde am 01.02.2001 wieder aufgenommen, zu Beginn des Karnevals wird der Verkauf gestartet.
Oktober 2001 Im Oktober 2001 hat Dom überraschend die Braustätte von Küppers in der Alteburger Straße von Brau & Brunnen übernommen. Küppers Kölsch wird dort weiter als Lohnsud gebraut.
17. Dezember 2001 Am 17.12.2001 wurde in Köln-Ehrenfeld die Hausbrauerei Braustelle eröffnet. Gebraut wird dort das unfiltrierte Helios Kölsch, Helios Weizen und, man glaube es kaum, Ehrenfelder Alt.
Februar 2004 Brau und Brunnen übernimmt die Brauerei Peters & Bambeck in Monheim. Zwar soll vorerst weiter gebraut werden, mittelfristig schein das Schicksal von Peters Kölsch damit aber besiegelt.
Januar 2005 Der Lommi macht dicht. Kaum zu glauben aber wahr, die kölscheste aller Kneipen, Lommerzheim in Köln-Deutz, wurde geschlossen. Die Kneipe selbst wird abgerissen, es wird keinen Nachfolger geben.
12. April 2005 Dom verkauft sein Brauereigelände. Dom-Kölsch wird in Zukunft als Lohnsud bei einer anderen Kölschbrauerei hergestellt.
Sommer 2007 2007 bringt Sünner das BioColonia auf den Markt, ein obergäriges naturtrübes Bier mit Hopfen und Malz aus biologisch kontrolliertem Anbau.
August 2007 Die neue Kölschmarke Traugott Simon Kölsch der Getränkekette Trinkgut kommt auf den Markt und sorgt direkt für Ärger in der Kölsch-Szene.
Mai 2009 Die Produktion von lecker! Kölsch wird eingestellt, das Brauhaus Weiss Bräu wird geschlossen.
1. Oktober 2009 Die Freischems Hausbrauerei (» Freischems Kölsch) wird in den alten Räumlichkeiten des Weiss Bräu eröffnet.
Juli 2010 Die Freischems Hausbrauerei meldet nach nur 10 Monaten Insolvenz an.
 
 
 
 
 
Quellen
» „Köln wie es ißt & trinkt“, Kölner Volksblatt Verlag 1988, ISBN 3-923243-84-7
» „1000 Jahre Kölsch Bier“, Herbert Sinz, 1985, Rhein Eifel Mosel-Verlag, ISBN 3-924182-03-5
» „Köbes, noch e Kölsch!“, Franz Mathar, Greven Verlag Köln, ISBN 3-7743-0296-0
» „Welt Report Bier“, Beilage zur Welt, 10. November 2000, Ausgabe 263
» „Chronik zur Geschichte der Stadt Köln“, Band 2, Hrsg. Peter Fuchs, Greven Verlag Köln
» „Kölner Almanach 1984/85“, Hrsg. Harald Stemmler, Stemmler-Druck und Verlag GmbH, Kerpen-Sindorf
» Website des Kölner Brauerei Verbandes (www.koelner-brauerei-verband.de), Stand: 22.07.2010
» Dr. Joseph Klersch, Schrift zur 550 Jahrfeier der St. Peter von Mailand Bruderschaft am 26. September 1946
» "Bierbrauen im Rheinland", Rheinland-Verlag GmbH 1985, ISBN 3-7927-0859-0
» "Das Angebot einer Spezialität auf einem Regionalmarkt: Kölsch-Brauereien zwischen 1945 und 1986", Marcus Schüller, Diplomarbeit an der Universität Köln, 1992
» Rangliste der Brauereien 1967, http://aktiongutesbier.de/statistik-bier-und-brauereien/brauereien-1967, Stand: 01.01.2012