Unternehmensgeschichte der Brauerei Knott / Knott & Wirtz aus Langel
sowie der Vorgängerbrauerei von Joseph Knubben
 
 
 
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Unternehmensgeschichte
Zusammenfassung                              
Gründung und Betrieb der Brauerei in Langel durch Joseph Knubben (1862-1876)
Die Familie Knott
Die Brauerei und Restauration in Langel unter Führung von Friedrich Knott (1876-1901)
Der Einstieg von Ferdinand Wirtz und der weitere Betrieb der Brauerei (1901-1908)
Die Jahre nach dem Ausstieg von Ferdinand Wirtz (1908-1913)
Die Entwicklung von 1920 bis heute (1913-dato)
Übersicht der Firmierungen
Anmerkungen
Brauereiwerbemittel
Gläser                                             
Quellen
Quellenverzeichnis                                             

Zusammenfassung
Gegründet wurde die erste und einzige Brauerei in Langel bei Worringen in den 1860er Jahren durch den Gastwirt Joseph Knubben. Im Jahr 1876 übernahm Friedrich Knott die Brauerei, in der er wahrscheinlich schon zuvor als Brauer tätig gewesen war.
Die Brauerei war lange Zeit eine kleine Landbrauerei mit angeschlossener Wirtschaft, erst Ende des 19ten Jahrhunderts wurde u.a. durch den Vertrieb von Flaschenbier das Einzugsgebiet vergrößert.
Im Jahr 1901 stieg der aus einer bekannten Kölner Brauerfamilie stammende Ferdinand Wirtz in die Brauerei mit ein und die Firmierung wurde von „Brauerei Friedrich Knott“ in „Brauerei Friedr. Knott & Wirtz“ geändert. Bereits im Jahr 1908 stieg Ferdinand Wirtz wieder aus und gründete in Köln das Andreas-Bräu. Später betrieb er auch noch die Ritterbrauerei Zensen und die Schreckenskammer in Köln.
Nach dem Ausstieg von Ferdinand Wirtz wurde die Brauerei von der Witwe des im Jahr 1905 verstorbenen Friedrich Knott weiter betrieben, im Jahr 1913 aber zwangsversteigert und stillgelegt. Heinrich Knott, ein Sohn von Friedrich Knott, gründete daraufhin einen Bierverlag am Mennweg 40-42, welcher von weiteren Mitgliedern der Familie Knott bis ins Jahr 2014 betrieben wurde.
     
(ST001)
Stammbaum des Brauerei-relevanten Teils der Familie Knott. Unvollständig, Ergänzungen willkommen
                                                                                            

Gründung und Betrieb der Brauerei in Langel durch Joseph Knubben (1862-1876)
Joseph Knubben war Gastwirt in Langel am Mennweg 42. Langel war Mitte des 19ten Jahrhunderts noch ein Ort in der Bürgermeisterei Worringen im Landkreis Köln.
Joseph Knubben wurde um 1827 geboren, woher er stammte und wie lange seine Familie schon in Langel ansässig war, ist nicht bekannt [6:25.07.1901].
Die erste bekannte Nennung von Joseph Knubben stammt aus dem Jahr 1855, in einer Anzeige in der Opladener Zeitung wirbt er für einen Ball in seiner Gastwirtschaft.
[4:19.05.1855] „Bei Gelegenheit der hiesigen Gottestracht, Sonntag, den 20. d. Mts., hält Unterzeichneter BALL und ladet dazu höflichst ein. Langel, den 15. Mai 1855. Jos. Knubben…“
 
Eine weitere Nennung stammt aus dem Jahr 1862 im Kontext einer Landverpachtung „im Hause des Gastwirths Rüttger Jos. Knubben zu Langel, Bürgermeisterei Worringen“ [5:23.11.1862].
Die letzte bekannte Nennung stammt aus dem Jahr 1872, ebenfalls im Kontext einer Anzeige, in der er für einen Ball in seiner Gastwirtschaft wirbt.
[7:19.10.1872] „…Langeler Kirmes. Bei Gelegenheit derselben, Sonntag den 20., Montag den 21. und Dinstag den 22. October, wird Unterzeichneter wie gewöhnlich BALL halten, und ladet dazu höflichst ein. J. Knubben…“
 
Das Joseph Knubben zusätzlich zum Betrieb seiner Gastwirtschaft auch gebraut hat, ist nur durch den entsprechenden Eintrag im Standard-Brauereiverzeichnis belegt. Hier wird aufgeführt, dass Joseph Knubben in den Jahren 1862 bis 1875 auch eine Brauerei betrieben hat [8].
Im Jahr 1876 übergab Joseph Knubben seine Gastwirtschaft an Friedrich Knott [2]. Die Gründe, warum sich Joseph Knubben im Alter von nur 49 Jahren aus dem Geschäft zurückzog, sind unklar.
Joseph Knubben verstarb am 23. Juli 1901 im Alter von 74 Jahren [6:25.07.1901]. Vermutlich hatte er keine Nachkommen, in seiner Todesanzeige wurde nur seine Schwester, aber keine sonstigen Familienmitglieder erwähnt. Als seine Schwester Therese Patten geb. Knubben im Januar 1911 verstarb, war es ähnlich. Dort ist zu lesen „Dieses zeigt statt besonderer Anzeige mangels bekannter Hinterbliebenen ergebenst an Peter Fuchs“ [9:02.02.1911].
(W007) [4:19.05.1855]
Die erste bekannte Nennung von Joseph Knuppen aus dem Jahr 1855 erfolgte im Kontext eines Balls in seiner Restauration zu Fronleichnam
(W008) [7:19.10.1872]
Anzeige von Joseph Knuppen zum Anlass der Langeler Kirmes im Jahr 1872
(W009) [6:25.07.1901]
Todesanzeige von Joseph Knubben, welcher im Jahr 1901 im Alter von 74 Jahren verstarb
(W010) [9:02.02.1911]
Todesanzeige von Therese Patten geb. Knubben, der Schwester von Joseph Knubben, welche im Jahr 1911 verstarb und welche wohl das letzte Mitglied der Familie Knubben war

Die Familie Knott
Zu Beginn des 19ten Jahrhunderts lebte die Familie Knott in Kierberg bei Brühl. Sie waren dort als Ackerer und Müller tätig [10]. In der Folgezeit war die Familie an mehreren Orten im Rheinland ansässig.
Clemens Knott, geboren im Jahr 1812, war das Familienoberhaupt zu dieser Zeit. Er war mit Agnes Auweiler verheiratet, gemeinsam hatten sie 9 Kinder [11,12]. Die ersten beiden Kinder, Heinrich und Maria Agnes, wurden im Jahr 1840 in Nievenheim geboren [11]. Kurz danach muss die Familie nach Rondorf (damals eine Bürgermeisterei im Landkreis Köln, heute ein Stadtteil von Köln) verzogen sein, wo die weiteren 7 Kinder (Friedrich, Anna Maria, Katharina, Martin, Friedericke, Jakob und Joseph) geboren wurden.
Im Jahr 1857 entschloss sich die Familie „auszuwandern“, wie in einer Liste von „Rheinischen Auswanderern“ dokumentiert ist [10]. Dies Auswanderung erfolgte allerdings in kleinerem Maßstab, nicht etwa nach Amerika, wie nicht unüblich in dieser Zeit, sondern ins knapp 270 Kilometer entfernte Zweibrücken, damals zu Bayern, heute zu Rheinland Pfalz zugehörig.
Die Gründe der Auswanderung und warum die Wahl auf Zweibrücken fiel, sind nicht bekannt. Vermutlich waren es nicht allein finanzielle Gründe, denn die Familie schien ein Startkapital besessen zu haben und fasste schnell Fuß in Zweibrücken.
Clemens Knott ließ sich mit seiner Familie auf dem unweit von Zweibrücken gelegenen Tupperhof nieder [14]. Zuerst betrieben sie dort ausschließlich Landwirtschaft, bevor Clemens Knott im Jahr 1867 den „Gasthof zum Lamm“ in Zweibrücken übernahm und weiterführte.
Clemens Knotts Frau Agnes geb. Auweiler verstarb Anfang der 1870er Jahre und als Folge wurde der Besitz der „Untheilbarkeit wegen“ versteigert, damit es auf die 8 erbberechtigten Personen aufgeteilt werden konnte.
[1:10.02.1874] „…Licitation. Donnerstag den 26. Februar 1874, Nachmittags um 2 Uhr, auf dem Stadthause zu Zweibrücken; Werden durch unterzeichneten, hierzu gerichtlich beauftragten Carl Guttenberger, kgl. Bezirksnotär, wohnhaft in Zweibrücken, der Untheilbarkeit wegen, folgende Immobilien, Zweibrücker Bannes, in Eigenthum versteigert, nämlich:
1) Ein in der Stadt Zweibrücken in der Lammgasse oder Contwiger Straße gelegenes dreistöckiges Wohnhaus mit Stall und Hofraum, neben Kaufmann Römer und Gerber Hättiger.
2) Plan-Nr. 1178. 75 Dezimalen Acker links der Landauer Straße, neben Elias Elias und Ludwig Theobald.
3) Plan-Nr. 1195. 2 Tagwerke 50 Dezimalen Acker allda, neben der Straße und Daniel Haas.
Die Eigenthümer dieser Immobilien sind:
I. Clemens Knott, Wirth, früher in Zweibrücken, dermalen in Sankt Ingbert wohnhaft,
II. dessen mit seiner verlebten Ehefrau Agnes Auweiler erzeugte Kinder:
  1. Maria Knott, Ehefrau von Bartholomäus Ollig, Photograph, wohnhaft in Sankt Ingbert;
  2. Friederike Knott, ledig und ohne Gewerbe, daselbst wohnhaft;
  3. Martin Knott, Metzger, wohnhaft in Zweibrücken;
  4. Friedrich Knott, Braumeister, wohnhaft in Dormagen bei Düsseldorf;
  5. Jakob Knott, Controll-Assistent bei der rheinischen Eisenbahn, wohnhaft in Köln;
  6. Katharina Knott, Ehefrau von Richard Weltrich, kgl. Studienlehrer an den Militär-Bildungs-Anstalten, wohnhaft in München;
  7. Joseph Knott, Steuerassistent, wohnhaft dermalen in Drulingen in Elſaß, emanzipirter Minderjähriger, unter Curatel seines gedachten Vaters Clemens Knott stehend.
Das Bedingnißheft zu dieser Versteigerung kann bei Unterzeichnetem eingesehen werden. Zweibrücken, den 7. Februar 1874. Guttenberger, kgl. Notär…
 
Aus dieser Bekanntmachung in der Zweibrücker Zeitung aus dem Jahr 1874 lassen sich zum einen die Besitzverhältnisse der Familie Knott, als auch der Werdegang der einzelnen Personen gut nachvollziehen. Außer Clemens Knotts Sohn Martin waren bereits alle anderen ihre eigenen Wege gegangen und aus Zweibrücken verzogen. Clemens Knott selbst und 2 seiner Kinder waren nach Sankt Ingbert verzogen, andere nach Dormagen, Köln, Drulingen und München.
Martin Knott eröffnete noch im gleichen Jahr eine Metzgerei in Zweibrücken, welche er sehr erfolgreich führte [1:13.10.1874,1:03.02.1875]. Friedrich Knott, der im Kontext der Brauerei in Langel relevante Sohn von Clement Knott, war zu dieser Zeit bereits als Braumeister in Dormagen tätig.
(W039) [14:19.05.1861]
Die Familie Knott ließ sich auf dem Truppacherhof in der Nähe von Zweibrücken nieder und betrieb dort zuerst eine Landwirtschaft. Anzeige aus dem Jahr 1861
(W040) [1:13.10.1874]
Im Oktober 1874 eröffnete Martin Knott seine Metzgerei in Zweibrücken
(W038) [14:06.08.1867]
Ausverkauf von Herrenkleidern im Verkaufslokal des früheren "Gasthof zum Lamm" in dem neuen Lokale des Herrn Clemens Knott. Anzeige im Zweibrücker Wochenblatt aus dem Jahr 1867

Die Brauerei und Restauration in Langel unter Führung von Friedrich Knott  (1876-1901)
Friedrich Knott wurde um das Jahr 1841 in Rondorf als drittes Kind von Clemens Knott und seiner Frau Agnes geb. Auweiler geboren [11]. Ob Friedrich Knott gemeinsam mit seiner Familie nach Zweibrücken „ausgewandert“ war, er war zu diesem Zeitpunkt 16 Jahre alt, oder ob er im Rheinland blieb, ist nicht bekannt. In jedem Fall wird er im Februar 1874 als Braumeister, wohnhaft in Dormagen, bezeichnet.
Wo Friedrich Knott das Brauen gelernt hatte und wo er zu dieser Zeit als Brauer tätig war, ist nicht gesichert. Es kann aber vermutet werden, dass dies bereits in der damals von Joseph Knubben geführten Brauerei in Langel war.
Im April 1875 heirate Friedrich Knott im Alter von 34 Jahren die aus Elberfeld stammende Witwe Agnes Van Achten [11]. Nur 6 Monate später kam mit Clemens August ihr erstes Kind zur Welt [11]. Vermutlich gab es mit Heinrich einen zweiten und Johann einen dritten Sohn.
Agnes Van Achten war vorher bereits mit dem Dormagener Restaurateur Johann Adam Ruland verheiratet gewesen. Johann Adam Ruland, über 40 Jahre älter als Agnes Van Achten, starb im April 1874 im Alter von 69 Jahren [5:25.04.1874].
Friedrich Knott übernahm im Jahr 1876 Restauration und Brauerei von Joseph Knubben. In den Jahren zuvor hatte es keine Werbung mehr für die Restauration gegeben, dies änderte sich nach der Übernahme.
[7:10.02.1877] „…Fastnachts-Sonntag findet in meinem Locale Tanzmusik, später: BALL statt, wozu freundlichst einladet F. Knott in Langel…“
 
[7:12.05.1877] „…Langeler Gottestracht. Bei Gelegenheit derselben findet bei mir Sonntag den 13. Mai Tanzmusik später Ball statt, wozu ergebenst einladet F. Knott.
 
Ob die Brauerei durchgehend seit der Übernahme von Joseph Knubben in Betrieb war oder nicht, ist nicht bekannt. Aus der folgenden Anzeige lässt sich aber schließen, dass sie zumindest im Jahr 1882 in Betrieb war, was die im Standardbrauereiverzeichnis aufgeführten Braupause zwischen 1875 und 1891 widerlegt [8].
[15:07.10.1882] „…Restauration „Zur Krone“, Ursulaplatz Nr.7-9. Hiermit bringe ich mein vorzügliches Bier aus der Brauerei von F. Knott in Langel und rein gehaltene Weine, sowie meine gute bürgerliche Küche, Mittags-Tisch à 40 Pfg. und höher, warmes Frühstück zu 20 Pfg. Restauration a la carte in empfehlende Erinnerung. Jeden Sonntag Abend Konzert. Zu zahlreichem Besuche ladet freundlichst und ergebenst ein. Hochachtungsvoll Reiner Odenthal, Ursulaplatz 7…“
 
Bemerkenswert ist auch, dass es Friedrich Knott gelungen war sein Bier in einer Restauration mitten in der Kölner Innenstadt zu platzieren. Dort gab es eigentlich genug nah gelegene Brauereien, z.B. das Ursulabräu quasi nebenan in der Ursulastraße 5 .
Die nächste bekannte Nennung stammt erst wieder aus dem Jahr 1893 und ordnet die Größe der Brauerei ein, welche zu dieser Zeit hauptsächlich den Eigenbedarf der Restauration abdeckte. Bezeichnet wird sie als „kleine Landbrauerei“.
[5:13.08.1893] „…Ober-Pfann-Bursche, unverheiratet, in einer klein. Brauerei auf dem Lande gesucht. Fr.=Off. an Friedrich Knott, Langel bei Worringen…“
 
Doch scheinbar wollte Friedrich Knott mit seiner Brauerei wachsen, spätestens zu Beginn des Jahres 1895 füllte er auch Bier in Flaschen ab und suchte für die Auslieferung der Flaschen einen Kutscher. In [22] ist auch eine erfolgte Modernisierung bzw. ein Umbau im Jahr 1898 aufgeführt.
[13:03.01.1895] „…Ich suche f. mein Flaschenbiergeschäft einen tücht. unverh. Kutscher gegen hohen Lohn. Dasselbe kann auch auf eigene Rechnung übernommen werden. Ferd. Knott, Langel, bei Worringen…“
 
In der vorstehenden Anzeige ist „Ferd. Knott“ angegeben, dieser ist aber nicht bekannt, vermutlich handelt es sich um einen Druckfehler.
Wohin Friedrich Knott expandieren wollte zeigt die folgende Anzeige, in der mit Nippes und Niehl nicht nur klassische linksrheinische Absatzgebiete genannt, sondern auch das rechtsrheinische Merheim.
[6:17.01.1900] „…Ein Oberknecht und ein Flaschen=Kutscher welcher in Köln, Nippes, Niehl, Merheim bekannt, gegen hohen Lohn gesucht. Fried. Knott, Langel b. Worringen…“
 
Bierkutscher war zur damaligen Zeit ein gefährlicher Beruf, es sind viele, auch tödliche Unfälle überliefert. Im Jahr 1900 traf es auch einen Kutscher der Brauerei von Friedrich Knott, welcher aber noch glimpflich davon kam. Vermutlich wurden aus diesem Grund in den Anzeigen der Brauerei immer explizit unverheiratete Kutscher gesucht.
[6:25.10.1900] „…Worringen, 25. Okt. Am Mittwoch Morgen fiel hier ein Bierkutscher der Brauerei von F. Knott in Langel vom Bocke herunter zwischen die Pferde und erlitt schwere Verletzungen an den Oberschenkeln. Man brachte denselben zum Krankenhause, wo ihm ärztliche Hülfe zu Theil wurde…“
 
 
(F002) [38]
Gemälde des Brauereigebäudes. Die Jahreszahl gibt Rätsel auf. Joseph Knubben betrieb an dieser Stelle schon vor 1864 eine Wirtschaft und Brauerei und Friedrich Knott seine Brauerei erst später. Vielleicht wurde das Haus zu dieser Zeit neu errichtet.
 
(BK001) [unbekannt]
Briefkopf der Dampf-Brauerei von Friedrich Knott. Vorgedruckt für die 1890er Jahre, konkret verwendet im Jahr 1901
                  
(PK002) [37]
Postkarte "Gruß aus Langel", vermutlich um 1905. Außer der Dorfansicht in der Totalen schienen nur die Brauerei und die Restauration von Friedrich Knott zeigenswert
 
(PK001) [unbekannt]
Postkarte "Gruß aus Langel", vermutlich um 1905. Unten links zu sehen die "Dampf-Bierbrauerei und Wirtschaft von Friedrich Knott"
(W024) [7:10.02.1877]
Im Jahr 1876 hatte Friedrich Knott Brauerei und Restauration übernommen. Die erste bekannte Anzeige von Friedrich Knott stammt aus Februar 1877 
 
(W025) [7:12.05.1877]
Anzeige von Friedrich Knott zu Fronleichnam 1877
(W013) [34:29.05.1878]
Anzeige zur Langeler Kirmes aus dem Jahr 1878
(W014) [7:24.05.1879]
Weitere Anzeige von Friedrich Knott zu Fronleichnam 1879
(W015) [7:18.10.1879]
Anzeige zur Langeler Kirmes aus dem Jahr 1879
(W026) [15:07.10.1882]
Anzeige der mitten in Köln gelegenen Restauration "Zur Krone" aus dem Jahr 1882. Im Ausschank: vorzügliches Bier aus der Brauerei von F. Knott in Langel
(W012) [5:13.08.1893]
Unverheirateter Braubursche von einer kleinen Landbrauerei gesucht. Anzeige aus dem Jahr 1893
(W018) [13:03.01.1895]
In den 1890er Jahren startete Friedrich Knott ("Ferd." ist vermutlich ein Druckfehler) den Flaschenbiervertrieb
(W002) [6:09.03.1900]
Braubursche von der Brauerei Knott gesucht. Anzeige aus dem Jahr 1900
(W019) [6:12.01.1900]
Interessant an dieser Anzeige aus dem Jahr 1900 ist die Unterschrift "J. Knott". Diese deutet darauf hin, dass auch Friedrich Knott's Sohn Johann in der Brauerei mitarbeitete
 
(W020) [6:17.01.1900]
Da der Kutscher Ortskenntnisse in Nippes, Niehl und Mehrheim haben sollte, wollte Friedrich Knott sein Absatzgebiet wohl in diese Richtung erweitern
(W021) [6:02.07.1904]
Diese Anzeige aus dem Jahr 1904 deutet darauf hin, dass Friedrich Knott neben Brauerei und Restauration auch eine Landwirtschaft betrieb
(W003) [6:13.07.1901]
Glückwünsche von den Brauburschen der Brauerei Knott. Adressat Heinrich Knott war zu dieser Zeit vermutlich schon Braumeister

Der Einstieg von Ferdinand Wirtz und der weitere Betrieb der Brauerei (1901-1908)
Am 23. Dezember 1901 wurde die Brauerei mit Wirkung zum 1. Dezember 1901 in „Friedrich Knott & Wirtz“ umfirmiert, Ferdinand Wirtz stieg als gleichberechtigter Gesellschafter in die Brauerei ein.
[16:31.12.1901] „…Cöln. Bekanntmachung. In das Handelsregister des unterzeichneten Gerichts ist eingetragen: I. Abteilung A. am 23. December 1901 unter Nr. 1470 die offene Handelsgesellschaft unter der Firma „Friedrich Knott & Wirtz", Langel, Gemeinde Worringen. Persönlich haftende sind: 1) Friedrich Knott, Bierbrauereibesitzer zu Langel, Gemeinde Worringen, 2) Ferdinand Wirtz, Brauer daselbst. Die Gesellschaft hat am 1. December 1901 begonnen. Zur Vertretung der Gesellschaft ist jeder der Gesellschafter allein berechtigt. Kgl- Amtsgericht, Cöln…“
 
Ferdinand Wirtz stammte aus einer alten Kölner Brauerfamilie deren Brautradition bis ins 18te Jahrhundert zurückreicht. Letzter Brauer der Familie war Ferdinand Wirtz gleichnamiger Großvater welcher in der zweiten Hälfte des 19ten Jahrhundert die Brauerei „Zum jungen Raben“ betrieben hatte. . Bis Ferdinand Wirtz wieder ins Braugeschäft eingestieg, waren im Anschluss von der Familie nur verschiedene Restaurationen betrieben worden.
Trotz der Bekanntheit der Familie Wirtz ist über Ferdinand Wirtz nur wenig bekannt. Vermutlich hatte Ferdinand Wirtz das Brauhandwerk in der Brauerei von Friedrich Knott erlernt, zumindest war er dort zum Zeitpunkt des Einstiegs in die Brauerei als Brauer beschäftigt.
Im September 1902 verlobte sich Ferdinand Wirtz mit der aus einer Kölner Brauerfamilie stammenden Maria Brentjes (manchmal auch: Brentges) [17:17.09.1902]. Geheiratet wurde am 12. April 1904 [5:12.04.1904].
Zusätzlich zur Arbeit als Brauer übernahm Ferdinand Wirtz im Mai 1905 noch die Vertretung der „Kölnischen Feuer-Versicherungs-Gesellschaft Colonia“ für Fühlingen und Umgegend [6:12.05.1905].
Als Friedrich Knott am 12. August 1905 im Alter von 67 Jahren verstarb, nahm seine Witwe Agnes Wirtz, geb. Van Achten, seinen Platz als Gesellschafterin in der Brauerei ein.
[16:09.04.1906] „…Cöln, Rhein. Bekanntmachung. In das Handelsregister ist am 5. April 1906 eingetragen: I. Abteilung A: unter 1470 bei der offenen Handelsgesellschaft unter der Firma: "Friedrich Knott & Wirtz", Worringen. Friedrich Knott ist gestorben und seine Witwe Agnes geb. Van Achten, ohne Stand, zu Langel ist in die Gesellschaft als Persönlich haftende Gesellschafterin eingetreten…“
 
Ferdinand Wirtz zog es wieder nach Köln. Vermutlich Ende des Jahres 1908 schied er aus der Firma in Langel aus. Eingang ins Handelsregister fand der Ausstieg von Ferdinand Wirtz aus der Brauerei erst Anfang 1911.
[5:17.02.1911] „…In das Handelsregister ist am 14. Februar 1911 eingetragen.: Abteilung A ... Nr. 1470 bei der offenen Handelsgesellschaft „Friedrich Knott & Wirtz“ Langel bei Worringen. Die Gesellschaft ist aufgelöst. Die bisherige Gesellschafterin Witwe Agnes Knott ist alleinige Inhaberin der Firma…“
 
Agnes Knott, die Witwe von Friedrich Knott, führte die Brauerei nach dem Ausstieg von Ferdinand Wirtz unterstützt durch ihre Söhne weiter.
Ferdinand Wirtz eröffnete Anfang des Jahres 1909 die „Andreas-Brauerei“ in der Comödienstraße 12 [18] . Diese führte er bis ins Jahr 1918, in dem die Brauerei geschlossen und nur die Gastwirtschaft durch die neue Inhaberin, der Witwe Heinrich Bädorf, weiterbetrieben wurde [18].
Im Jahr 1920 gründete Ferdinand Wirtz zusammen mit Peter Flesch die Firma „Flesch & Wirtz“. Hinter der Firma verbarg sich ein Lebensmittelversand [19:1920]. Die Firma hielt sich aber nicht lange und wurde bereits im Jahr 1921 wieder aufgelöst [16:24.05.1921]. Im Anschluss verschwand Ferdinand Wirtz aus den Kölner Adressbüchern bis er im Jahr 1930 wieder als Restaurateur in der Eintrachtstraße 94 auftauchte [19:1921,19:1929,19:1930]. In der Eintrachtstraße 94 befand sich die Ritterbrauerei von Johann Zensen, und dieser übergab, bedingt durch eine eigene Krankheit, die Führung der Brauerei ein Jahr später an Ferdinand Wirtz [20] .
Ferdinand Wirtz führte die Brauerei bis in Jahr 1933, in welchem er die vakante Brauerei zur Schreckenskammer in der Johannisstraße 42 ersteigerte und fortan mit seinem im Jahr 1909 geborenen Sohn Kornelius führte [9:31.10.1909]. Die Brauerei wurde im Jahr 1943 bei alliierten Bombenangriffen völlig zerstört und erst im Jahr 1960 an anderer Stelle, in der Ursulagartenstraße 11-15, wiederaufgebaut. Allerdings wurde nicht mehr selbst gebraut. Die Schreckenskammer gibt es heute noch und geführt wird sie weiterhin von der Familie Wirtz [21] .
(W001) [unbekannt]
Werbung für Ia Export- und Lagerbiere, um 1905
(W030) [5:12.04.1904]
Heiratsanzeige von Ferdinand Wirtz und Maria Berndjes. Ferdinand Wirtz wohnte zu dieser Zeit schon in Langel
(W036) [6:12.05.1905]
Die Brauerei schien Ferdinand Wirtz nicht auszulasten, im Jahr 1905 übernahm er noch zusätzlich die Vertretung der Kölnischen Feuer-Versicherungs-Gesellschaft Colonia
(W029) [5:13.08.1905]
Todesanzeige von Friedrich Knott, welcher am 12. August 1905 im Alter von 64 Jahren verstarb

Die Jahre nach dem Ausstieg von Ferdinand Wirtz (1908-1913)
Nach dem Ausstieg von Ferdinand Wirtz im Jahr 1908 wurde die Brauerei zuerst von der Witwe Agens Knott geb. Van Achten weitergeführt. In einem Brauereiverzeichnis aus dem Jahr 1910 ist die Brauerei mit folgendem Eintrag aufgeführt:
[22] „…ou* Knott & Wirtz, Friedr. Inh.: Wwe. Friedr. Knott, Brm.: H. Knott. Ggr.: v. ca. 70 Jahren. Umgeb.: 1898. Brm.: Xaver Fink. F.: Dormagen 41. – Dampfb. …“
 
Dieser kurze Eintrag enthält einige interessante Informationen. „Ggr.: v. ca. 70 Jahren“ würde auf ein Gründungsdatum um 1840 hindeuten. In diesem Fall müsste noch jemand anderes als Joseph Knubben die Brauerei gegründet haben, da dieser im Jahr 1840 erst 13 Jahre alt war. Das „ou“ am Anfang des Eintrags bedeutet, dass sowohl unter- als auch obergärig gebraut wurde. Das untergärig gebraut wurde ist eher ungewöhnlich für eine kleine Brauerei wie die Langelner Brauerei, insbesondere auch, da die Brauerei keine Eismaschine besaß (dies wäre ansonsten im Eintrag aufgeführt). Interessant ist auch die Nennung von „H. Knott“ als Braumeister. Damit dürfte Heinrich Knott gemeint sein, einer der Söhne von Friedrich Knott.
Es wurde auch in den Folgejahren weiter Bier gebraut, wie den folgenden Anzeigen aus den Jahren 1912 und 1913 zu entnehmen ist.
[9:17.05.1912] „…Bierkutscher und ein Braubursche gesucht. Brauerei Knott, Langel bei Worringen…“
 
[6:16.06.1913] „…Natureis, ca. 5000 Ztr. Hat abzugeben. Brauerei Knott, Langel bei Worringen…“
 
Im Jahr 1913 kam es zu einer Zwangsversteigerung von 16 Grundstücken im Besitz der Witwe Knott, deren Hintergrund völlig unklar ist.
[6:05.09.1913] „…Zwangsversteigerung. Am 23. Oktober 1913, nachmittags 4 Uhr, sollen in Langel bei Worringen in der Wirthschaft Rheinfeld die nachbezeichneten in Worringen bezw. Langel belegenen Grundstücke zwangsweise versteigert werden:
1) Flur D. Parzelle No. 486/3, Am Mennweg, Acker, groß 49.05 Ar, 4.61 Taler Reinertrag;
2) Flur D. Parzelle No. 1160,441, An der Steinstraße, Acker, 29.91 Ar, 6.44 Taler Reinertrag;
...
16) Flur E, Parzelle No. 1235/567, An der Steinstraße, Acker, groß 18.28 Ar, 1.00 Taler Reinertrag.
Eigentümer: Witwe Friedrich Knott, Agnes geborene van Achten, Witwe 1. Ehe von Adam Ruland, Bierbrauereibesitzerin zu Langel. Königliches Amtsgericht Cöln, Abt. 39…“
 
2 Monate später stand auch die Brauerei mit allen zugehörigen Gebäuden zum Verkauf. Das Ferdinand Wirtz als Ansprechpartner für den Verkauf aufgeführt ist deutet darauf hin, dass er beim Einstieg in die Brauerei im Jahr 1901 nicht nur sich sondern auch Kapital mit eingebracht hatte und damit immer noch Mitbesitzer der Brauerei war.
[6:20.11.1913] „…Das Knott'sche Anwesen in Langel b. Worringen, bestehend aus Wirtschaft mit Brauerei, Oekonomie und Wohngebäuden, Garten, Ackerland, Stallungen usw. ist unter äußerst günstigen Bedingungen zu verkaufen, event. zu vermieten. Näher. durch Ferd. Wirtz, Köln, Komödienstraße 12 und Polizeibeamter Decker in Fühlingen…“
 
Wie es danach weiterging, ist nicht ganz klar. Vermutlich ging der Besitz an einen gewissen "S. Feger" über, welcher im Anschluss die Restauration, gesichert zumindest bis in die 1920er Jahre, betrieb [9:12.05.1914,#:11.05.1921].
[9:12.05.1914] „…Rheinkassel-Langel, 12.Mai 1914. In einer Versammlung des Volksvereins für das katholische Deutschland sprach am Sonntag Parteisekretär Schaeven. Der Saal des Herrn Feger, früher Knott, war gut besetzt. Auch viele Frauen waren anwesend. Den Vorsitz führte Herr Pfarrer Kehren. In eineinhalbstündiger glänzender Rede sprach Herr Schaeven dann über Fragen der… ...“
 
(W005) [6:17.05.1912]
Bierkutscher und Braubursche gesucht. Anzeige aus dem Jahr 1912
(W006) [6:16.06.1913]
Im Juni 1913 hatte die Brauerei 25 Tonnen Natureis abzugeben. Zum einen verweist das auf große Lagerkeller wenn im Juni noch diese Menge Eis verfügbar war, zum anderen wurde das Eis anscheinend nicht mehr gebraucht, also war der Braubetrieb vermutlich eingestellt
(W037) [6:20.11.1913]
Im November 1913 stand die Brauerei zum Verkauf. Als Verkäufer trat Ferdinand Wirtz auf
(W022) [9:19.06.1919]
Aus dieser Anzeige könnte interpretiert werden, dass die Brauerei im Jahr 1919 noch in Betrieb war, Heinrich Knott könnte zu dieser Zeit aber auch schon einen Bierverlag betrieben haben

Die Entwicklung nach Schliessung der Brauerei bis heute (1913-dato)
Nach der Versteigerung der Brauerei im Jahr 1913 wurde dort höchstwahrscheinlich nicht mehr, obwohl laut Standard-Brauereiverzeichnis die Brauerei erst im Jahr 1920 stillgelegt wurde [8]. Im Anschluss gründete Heinrich Knott einen Bierverlag, welcher am Mennweg 42 angesiedelt war. Ob die Gebäude am Mennweg neu errichtet wurden oder bereits bestanden ist nicht klar, vermutlich gehörten die Grundstücke aber schon länger der Familie Knott, da bei der ersten Versteigung von Grundstücken im Jahr 1913 auch Grundstücke am Mennweg versteigert wurden. Die erste Nennung nach der Sclhiessung der Brauerei stammt aus dem Jahr 1919 im Kontext der Suche nach einem Bierkutscher.
[9:19.06.1919] „…Bierkutscher unverheir., auf dem Lande gesucht. Heinrich Knott, Langel bei Worringen…“
 
Da Langel im Jahr 1922 nach Köln eingemeindet wurde, lässt sich der Werdegang der Firma von Heinrich Knott durch Einträge in den Kölner Adressbüchern gut nachvollziehen.
Der erste Adresseintrag aus dem Jahr 1925 lautet wie folgt: „…Knott Heinrich, (E) Fuhrgesch. u. Bierhdlg., Langel, Mennweg 42, Tel. 59880…“ [19:1925]. Neben der Bierhandlung wurde zu dieser Zeit also zusätzlich noch ein Fuhrgeschäft betrieben. In diesem Eintrag wird Heinrich Knott durch die Kennung „(E)“ auch als Eigentümer der Gebäude am Mennweg 42 ausgewiesen.
Im Jahr 1935 gab es eine Schenkwirtschaft in Kalk, Markt 26, welche von einem gewissen Jakob Knott betrieben wurde, ob es verwandtschaftliche Verbindung nach Langel gab, ist aber nicht bekannt.
Die nächste Änderung der Firma zeigt sich im Kölner Adressbuch des Jahres 1937, der Eintrag lautet „…Knott Heinrich, (E) Bier- u Mineralwassergroßhdlg., Langel, Mennweg 42, Tel. 59880…“. Statt des Fuhrgeschäftes war jetzt Mineralwasser mit im Programm [19:1937]. Im Jahr 1943 wird zusätzlich noch ein Kohlensäure- und Coca-Cola-Vertrieb aufgelistet [23], wobei der Vertrieb von Coca-Cola bereits in einer Anzeige aus dem Jahr 1938 benannt wird [9:02.01.1938].
Im Jahr 1948 wird im Branchen-Adressbuch Witwe Heinrich Knott aufgeführt. Katharina Knot geb. Kappes führte den Bierverlag nach dem Tod von Heinrich Knott im Jahr 1945 zuerst weiter [24,38]. Im Jahr 1956 wurde die Firma in eine offene Handelsgesellschaft, die „Heinrich Knott OHG“ mit dem Geschäftsfeld „Bier-Großvertrieb“ umfirmiert [19:1955,19:1956].
Vermutlich hatte zu dieser Zeit bereits Hans Knott, der Sohn von Heinrich Knott, die Geschäfte übernommen [38]. Wie auch schon sein Großvater Friedrich und sein Vater Heinrich war Hans Knott Mitglied in der St. Hubertus Schützenbruderschaft Köln-Rheinkassel-Langel-Kasselberg 1468 e.V und im Jahr 1963/64 auch Schützenkönig [36].
Katharina Knott, die Witwe von Heinrich Knott, verstarb im Jahr 1969. Im Kölner Adressbuch des Jahres 1971 werden als Besitzer der gleichzeitig in eine KG umfirmierten Firma die „Erben Knott“ angegeben [19:1970,19:1971]. Die Erbengemeinschaft bestand aus Hans Knott, seiner Tochter Margret Knott und Anni Knott, einer Tochter von Heinrich Knott. Weiter wurde als Geschäftsfeld jetzt auch die Herstellung von alkoholfreien Getränken angegeben (zu dieser Zeit wurde am Mennweg 42 eine eigene Limonade namens "HEIKO" produziert [38]). Zusätzlich wurde noch eine „Verwaltungsgesellschaft Knott mbH“ gegründet, deren Geschäftszweck die Verwaltung der Grundstücke im Besitz der Familie Knott war und welche es heute noch gibt.
In den 2010er Jahren wurde als „Heinrich Knott GmbH & Co. KG“ firmiert und im Jahr 2014 wurde der Bierverlag geschlossen [36,38]. Im Jahr 2024 haben insgesamt 3 Firmen ihren Sitz am Mennweg 40-42. Neben der „Verwaltungsgesellschaft Knott mbH“ noch die „KMI Cologne UG“ und die "LHL Getränke GmbH & Co. KG", welche wiederum mit einer Vielzahl weiterer Firmen, meist im Bereich Getränkehandel und Gastronomie, verflochten sind [25].
(S001) [unbekannt]
Hinterglasschild von Heinrich Knott mit Referenz auf die Brauerei von Friedrich Knott. Vermutlich um 1920
 
(W023) [9:02.01.1938]
Der Bierverlag von Heinrich Knott hatte schon in den 1930er Jahren Coca-Cola im Programm
(W034) [33:02.08.1938]
Bierverlag und Mineralwasser-Fabrikation. Anzeige aus dem Jahr 1938
(W035) [30:12.08.1938]
Tüchtig und nüchtern sollte er schon sein, der neue Kraftfahrer für den Bierverlag und Cocacolavertrieb. Anzeige aus dem Jahr 1938
(W028) [19:1955]
Eintrag aus dem Kölner Adressbuch des Jahres 1955
(W027) [19:1965]
Eintrag aus dem Kölner Adressbuch des Jahres 1965
(W041) [2]
Anzeige der Heinrich Knott GmbH & Co KG aus dem Jahr 2013. Auf dem abgebildeten Krug ist die Jahreszahl 1876 angegeben, das Jahr der Übernahme der Brauerei durch Friedrich Knott
 
(W043) [3]
Anzeige des "Bier-Grossvertriebs" Heinrich Knott aus dem Jahr 2013
(W042) [36]
Anzeige des "Bier-Grossvertriebs" Heinrich Knott aus dem Jahr 2014
(F006) [38]
Wappen der Familie Knott in einem Fenster im Haus Mennweg 42
(F003)[38]
Hans Knott in Uniform der St. Hubertus Schützenbruderschaft Rheinkassel-Langel-Kasselberg
 
(F004) [38]
Weiteres Bild von Hans Knott, welcher im Jahr 1969 im Alter von 59 Jahren verstarb
(F001) [35]
Foto des Mennweg 40-42 aus dem Jahr 2022. Im Innenhof waren Bierverlag und Limonadenproduktion angesiedelt
 
(F005) [38]
Foto von Margret Knott-Hoeger, welche im Jahr 2019 verstarb. Sie war die letzte der langen Reihe, welche den Namen Knott trug
 
(F007)
Grabstätte der Familie Knott auf dem Rheinkasseler Friedhof
                                                  
   
(F008)
Foto der alten Brauerei von Friedrich Knott aus dem Jahr 2024. Das ursprüngliche Haus ist noch erhalten, auf Grund der vielen Umbauten aber stark verändert. Auf der abgebildeten Postkarte PK001 erkennt man die Lage am Rhein und das abwärts gelegene Gebäude des Cohnenhofs mit dem Türmchen gut wieder. Die kleine Stichstraße links trägt in Angedenken an die ehemalige Brauerei von Friedrich Knott den Namen den Namen "Am alten Brauhaus"
                                                                         

Übersicht der Firmierungen
Zeitraum        Firmierung Anmerkung
1862-1876 Brauerei Joseph Knubben  
1876-1901 Brauerei Friedrich Knott  
1901-1908 Brauerei Friedrich Knott & Wirtz  
1908-1913 Brauerei Friedrich Knott, Inh. Witwe Friedrich Knott Vermutlich Heinrich Knott als Inhaber ab Mitte der 1910er Jahre
1913-dato Biergroßhandel Heinrich Knott Mennweg 40-42. In verschiedenen Firmierungen

Anmerkungen
Langel ist ein Ort des Kölner Stadtteils Merkenich im Stadtbezirk Chorweiler. Langel wurde am 1. April 1922 gemeinsam mit Worringen nach Köln eingemeindet. Das hier gemeinte Ort Langel ist nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen, neben Porz auf der anderen Rheinseite gelegenen Kölner Stadtteil.
Die Familie Knott war sehr gut mit der Familie Becker bekannt. Die Familie Becker betrieb in der Nähe einen Landhandel und eine Ziegelfabrik und später auch die Brauerei in Dormagen. Weiter gründete sie im Jahr 1908 die "Brauerei in der Gaffel", die heutige Gaffel-Brauerei . Dies war auch der Grund, warum der spätere Bierverlag als Premium-Marke Gaffel-Kölsch im Programm hatte [38].
Es sind keinerlei Werbemittel der Brauerei, z.B. Gläser oder Bierkrüge bekannt. Die unten abgebildeten Gläser stammen aus der Neuzeit des Bierverlages
In den Werbeanzeigen des Knott Bierverlags in neuerer Zeit ist ein Wappen mit einem schreitenden Löwen und 3 Lilien abgebildet. Dieses Wappen stammt aus dem 16ten Jahrhundert und war das Familienwappen der Familie Knott. Die Familie hatte von 1593 bis 1630 ihren Sitz in der in Bayern gelegenen Gemeinde Schlammersdorf. Im Jahr 1984 wurde das Wappen als offizielles Gemeindewappen für Schlammersdorf übernommen [26]

Brauereiwerbemittel
Biergläser
   
(G001) (G002) [Sammlung Wukasch]
2 Stangen des Bierverlags Knott, vermutlich aus den 1980er Jahren
                                                                                                                                            

Quellenverzeichnis
 
1 „Zweibrücker Zeitung“, Ausgaben 10.02.1874, 13.10.1874, 03.02.1875
2 „Worringer Nachrichten“, Ausgabe 13.03.2013
3 www.bfr.de
4 "Opladener Zeitung - Verkündiger und Anzeiger an der Nieder-Wupper", Ausgabe 19.05.1855
5 "Kölnische Zeitung", Ausgaben 23.11.1862, 13.08.1893, 12.04.1904, 13.08.1905, 17.02.1911, 17.11.1913, 04.11.1914, 17.06.1915, 17.07.1917, 15.11.1926
6 "Rheinischer Merkur", Ausgaben 12.01.1900, 17.01.1900, 09.03.1900, 25.10.1900, 13.07.1901, 25.07.1901, 27.11.1902, 18.05.1903, 12.05.1905, 02.07.1904, 27.05.1908, 08.04.1910, 13.09.1910, 16.06.1913, 05.09.1913, 20.11.1913
7 "Der Bote am Rhein und an der Nieder-Wupper", Ausgaben 19.10.1872, 10.02.1877, 12.05.1877, 29.12.1877, 24.05.1879, 18.10.1879
8 "Brauerei-Verzeichnis Deutschland", Michael Gorytzka, Manfred Friedrich, herausgegeben von der Fördergemeinschaft von Brauerei-Werbemittel-Sammlern e.V. (FvB), Ausgabe November 2009
9 "Kölner Lokal-Anzeiger", Ausgaben 31.10.1909, 02.02.1911, 17.05.1912, 12.05.1914, 21.09.1917, 19.06.1919, 02.01.1938
10 https://www.myheritage.de/research/collection-20679/deutschland-rheinische-auswanderer-1814-1939?itemId=13365-&action=showRecord&recordTitle=Clemens+Knott
11 MyHeritage (www.myheritage.de)
12 FamilySearch (www.familysearch.de)
13 "Kölner General-Anzeiger", Ausgaben 03.01.1895, 11.07.1896
14 "Zweibrücker Wochenblatt", Ausgaben 19.05.1861, 06.08.1867
15 "Kölner Nachrichten", Ausgaben 07.10.1882, 23.09.1884
16 "Deutscher Reichs-Anzeiger und Königlich Preußischer Staats-Anzeiger", Berlin, Ausgaben 31.12.1901, 09.04.1906
17 "Aachener Anzeiger", Ausgabe 17.09.1902
18 Brauerei-Historie Andreas-Bräu (http://koelsch-net.de/koelsch-net/anz/B_Andreasbraeu.htm)
19 Adressbuch von Köln, Verlag Greven. Jeweiliges Jahr der Ausgabe in Quellenverweis referenziert
20 Brauerei-Historie Ritterbrauerei Zensen (http://koelsch-net.de/koelsch-net/anz/B_Zensen.htm)
21 Brauerei-Historie der Brauerei „Zur Schreckenskammer“ (http://koelsch-net.de/koelsch-net/anz/B_Schreckenskammer.htm)
22 Adressbuch für die gesamte Brau-Industrie Europas, Band I: Deutschland, 8. Jahrgang, 1910, Verlag von Eisenschmidt & Schulze GmbH, Leipzig
23 Amtliches Fernsprechbuch für den Bezirk der Reichspostdirektion Köln, 1943, Druck Sam, Luca, GmbH, Wuppertal-Elberfeld
24 Bachem's Branchen Adreßbuch, Verlag J. P. Bachem, Verlagsbuchhandlung G.m.b.H. Köln/Rhein, 1948
25 www.northdata.de
26 https://hdbg.eu/gemeinden/index.php/detail/photos?rschl=9374155
27 "Der Mittag", Ausgabe 02.02.1932
28 "Das Volk", Ausgabe 16.08.1905
29 "Echo der Gegenwart", Ausgabe 16.08.1905
30 "Honnefer Volkszeitung", Ausgabe 12.08.1938
31 "Köln-Bergheimer Zeitung", Ausgabe 16.01.1896
32 "Kölner Sonntags-Anzeiger", Ausgabe 16.02.1879
33 "Mittelrheinische Landes-Zeitung", Ausgabe 12.08.1938
34 "Neußer Zeitung", Ausgabe 29.05.1878
35 Google StreetMap
36 Festschrift 546 St. Hubertus-Schützenbrüderschaft Rheinkassel-Langel-Kasselberg, 2014
37 Sammlung Kölner Postkarten von Detlef Ippen, www.post.koeln
38 Informationen und Exponate von Rolf Hoegen, Witwer von Margret Knott, der letzten Vertreterin der Familie Knott
39 www.hubertus1468.de (Website der St. Hubertus Schützenbruderschaft Köln-Rheinkassel-Langel-Kasselberg 1468 e.V.
40 Grab der Familie Knott auf dem Rheinkasseler Friedhof